Möchten Sie auch nachts gut sehen können, was rund um Ihr Haus, Ihre Einfahrt oder Ihr Unternehmen vor sich geht? Dann benötigen Sie eine Kamera mit Nachtsichtfunktion. Allerdings ist die Nachtsichtfunktion nicht bei jeder Überwachungskamera gleich. Die eine Kamera nutzt Infrarot und liefert im Dunkeln Schwarz-Weiß-Bilder, während eine andere Kamera bei wenig Umgebungslicht noch Farben anzeigen kann. Manche Modelle schalten sogar eine zusätzliche Beleuchtung ein. Die beste Wahl hängt daher vor allem davon ab, wo du die Kamera anbringen möchtest und wie viel Licht dort nachts vorhanden ist.
Wie funktioniert eine Kamera mit Nachtsicht?
Eine Kamera benötigt Licht, um Bilder aufzunehmen. Tagsüber ist das kein Problem, aber nachts muss die Kamera auf andere Weise genügend Informationen sammeln.
Viele Überwachungskameras nutzen daher Infrarotbeleuchtung. Diese Infrarot-LEDs sind für Menschen praktisch nicht sichtbar, aber die Kamera kann das Licht nutzen. Das Ergebnis ist meist ein klares Schwarz-Weiß-Bild.
Andere Kameras verfügen über sehr lichtempfindliche Sensoren. Mit etwas Straßenbeleuchtung, Gartenbeleuchtung oder anderem Restlicht können diese länger ein Farbbild aufrechterhalten.
Wenn Sie sich verschiedene Arten von Überwachungskamerasansehen, achten Sie daher nicht nur auf die Auflösung, sondern vor allem auf die verwendete Nachtsichttechnik.
Infrarot oder Farb-Nachtsicht?
Welche Technik die beste ist, hängt davon ab, was du sehen möchtest.
Infrarot-Nachtsicht
Infrarot eignet sich für Orte, an denen es nachts wirklich dunkel wird. Denken Sie beispielsweise an einen Hinterhof, einen Seitenweg oder einen Lagerraum ohne Beleuchtung.
Der Vorteil ist, dass die Kamera kein sichtbares weißes Licht verwenden muss. Man erhält in der Regel ein Schwarz-Weiß-Bild, aber Personen und Bewegungen bleiben dennoch deutlich erkennbar.
Farb-Nachtsicht
Möchtest du Details wie die Farbe einer Jacke, eines Autos oder eines anderen Objekts erkennen können? Dann könnte die Farb-Nachtsicht interessanter sein.
Eine lichtempfindliche Kamera kann bei ausreichendem Restlicht weiterhin Farben wiedergeben. Ist es völlig dunkel, benötigen viele Vollfarbkameras zusätzliches sichtbares Licht, um Farbbilder zu erzeugen. Dieses kann beispielsweise von einer eingebauten weißen LED-Beleuchtung stammen.
Welche Kamera mit Nachtsicht solltest du wählen?
Die beste Wahl triffst du, indem du zunächst die Situation betrachtest und nicht auf die höchste Megapixelzahl achtest.
1. Prüfen Sie, wie dunkel es tatsächlich wird Gibt es nachts Straßenbeleuchtung oder brennt auf dem Gelände eine Beleuchtung? Dann kann eine lichtempfindliche Farbkamera interessant sein. Wird es völlig dunkel, entscheiden Sie sich für eine Kamera mit guter Infrarotfunktion oder eine Kamera mit eigener Beleuchtung.
2. Legen Sie fest, welche Details wichtig sind Möchten Sie vor allem erkennen können, dass jemand durch den Garten läuft? Dann kann Infrarot ausreichend sein. Möchten Sie auch Kleidungsfarben, Fahrzeuge und andere Merkmale unterscheiden, bietet die Farb-Nachtsicht mehr Informationen.
3. Berücksichtigen Sie die Entfernung Eine Haustür erfordert eine andere Kamera als eine lange Einfahrt. Prüfen Sie daher die angegebene Nachtsichtreichweite, aber bedenken Sie, dass die tatsächliche Leistung auch von der Umgebung und der Platzierung beeinflusst wird.
4. Achten Sie auf sichtbares Licht Eine Kamera,die weißes Licht einschaltet, kann hervorragende Farbbilder liefern, aber diese Beleuchtung ist auch sichtbar. An einer Haustür kann das gerade angenehm sein. Unter einem Schlafzimmerfenster oder in Richtung der Nachbarn ist es möglicherweise weniger wünschenswert.
Mehr Megapixel bedeuten nicht automatisch eine bessere Nachtsicht
Eine 8-Megapixel-Kamera ist im Dunkeln nicht automatisch besser als eine 4-Megapixel-Kamera.
Für Nachtaufnahmen sind unter anderem der Sensor, das Objektiv und die verfügbare Lichtmenge entscheidend. Ein guter lichtempfindlicher Sensor kann daher in manchen Situationen wichtiger sein als eine hohe Auflösung allein.
Achten Sie auch auf die Platzierung. Eine Wand, eine Dachkante oder ein Regenrohr direkt vor der Kamera können Infrarotlicht reflektieren. Dadurch entsteht ein heller Bereich im Bild, während der Rest dunkel bleibt.
Hikvision-Nachtsicht
Im Sortiment von AlarmsysteemExpert finden Sie verschiedene Hikvision-Kameras für Situationen, in denen eine gute Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen wichtig ist.
Hikvision nutzt bei verschiedenen Kameraserien Technologien wie DarkFighter, um bei schwachem Umgebungslicht so viel brauchbares Bildmaterial wie möglich zu erhalten. Andere Modelle kombinieren Infrarot- und sichtbares Licht.
Das bedeutet jedoch nicht, dass eine bestimmte Technik immer die beste ist. Ein dunkler Hinterhof stellt andere Anforderungen als ein beleuchteter Parkplatz.
Dahua-Nachtsicht
Auch Dahua-Kameras sind mit verschiedenen Lösungen für die Nachtsicht erhältlich.
So setzt Dahua bei verschiedenen Modellen die Starlight-Technologie ein, um bei schwachem Licht eine bessere Leistung zu erzielen. Im Sortiment finden sich darüber hinaus Kameras mit Infrarot sowie Modelle mit anderen Nachtsichtfunktionen. AlarmsysteemExpert nennt sowohl Starlight von Dahua als auch DarkFighter von Hikvision als Technologien für dunkle Umgebungsbedingungen.
Wo bringt man eine Kamera mit Nachtsicht an?
Platzieren Sie eine Kamera so, dass der wichtige Bereich deutlich im Bild erscheint. Das kann eine Haustür, ein Gartentor, eine Einfahrt oder der Eingang eines Geschäftsgebäudes sein.
Hängen Sie die Kamera nicht unnötig hoch auf. Sie erhalten dadurch zwar einen guten Überblick, aber Personen sind schwerer zu erkennen. Vermeiden Sie außerdem Objekte direkt vor dem Objektiv, die Infrarotlicht reflektieren können.
Denken Sie zum Beispiel an eine zwanzig Meter lange Einfahrt. In diesem Fall ist eine Kamera, die diesen Zugangsweg gezielt erfasst, sinnvoller als eine extrem breite Kamera, bei der Personen im Hintergrund kaum erkennbar sind.
Was ist für Sie die beste Wahl?
Für einen völlig dunklen Garten ist eine gute Infrarotkamera oft die praktischste Lösung. Wenn Sie Straßen- oder Gartenbeleuchtung haben und Farben unterscheiden möchten, ist eine lichtempfindliche Farbkamera interessanter. Wenn Sie auch in völliger Dunkelheit Farben sehen möchten, wählen Sie eine Kamera, die zusätzlich sichtbares Licht nutzen kann.
Achte also zuerst auf Lichtverhältnisse, Entfernung und gewünschte Detailgenauigkeit und erst danach auf Auflösung und Zusatzfunktionen. So vermeidest du,dass du eine technisch beeindruckende Kamera kaufst, die nicht gut zu dem Ort passt, an dem sie angebracht werden soll.
Möchten Sie verschiedene Nachtaufnahmen nebeneinander sehen? Besuchen Sie unseren Showroom in Gorinchem. Wir erklären Ihnen gerne,welche Technik am besten zu Ihrem Zuhause oder Ihrem Unternehmen passt.
Häufig gestellte Fragen
Kann eine Überwachungskamera in völliger Dunkelheit sehen?
Ja, wenn die Kamera Infrarotbeleuchtung oder eine eigene sichtbare Beleuchtung nutzt. Eine Kamera, die ausschließlich auf Restlicht angewiesen ist, verfügt in völliger Dunkelheit nicht über ausreichend Licht für ein gutes Farbbild.
Ist Nachtsicht in Farbe besser als Infrarot?
Nicht unbedingt. Farbbilder liefern zusätzliche Informationen, wie beispielsweise die Farben von Kleidung und Fahrzeugen, aber Infrarot funktioniert hervorragend an völlig dunklen Orten ohne sichtbares weißes Licht. Die beste Wahl hängt vom Standort ab.
Wie weit kann eine Kamera nachts sehen?
Das ist je nach Kamera sehr unterschiedlich. Die angegebene IR- oder Nachtsichtreichweite gibt einen Anhaltspunkt, aber Beleuchtung, Wetterbedingungen, Objektiv, Montage und die Umgebung beeinflussen das tatsächliche Ergebnis.
Wie wähle ich die beste Kamera mit Nachtsicht aus?
Prüfen Sie zunächst, wie viel Licht nachts vorhanden ist, welche Entfernung Sie überbrücken möchten und ob Sie Farben benötigen. Wählen Sie dann die richtige Nachtsichttechnik und achten Sie erst danach auf Auflösung und andere Funktionen.
Hat eine 4K-Kamera eine bessere Nachtsicht?
Nicht unbedingt. Die Auflösung bestimmt, wie viele Bildinformationen erfasst werden, aber eine gute Nachtleistung hängt auch stark vom Sensor, dem Objektiv und der Beleuchtung ab.